Aktuelle news

Luftrettung in Südtirol

Luftrettung in Tirol

Lesen sie mehr ...


 

Imformationen

RTH/ITH In Europa:

Luftrettung in Südtirol:

line

  • Anlässlich unseres Motorradurlaubs Ende August 2006 besuchten Gerd, Doc Joe und Holger von der Crew des Chr.Rheinland die Hubschrauber-Station des AIUT Alpin Dolomites! Die Station in St.Ulrich, gelegen unterhalb der größten europäischen Alm, der Seiser Alm, erweckte unser Interesse da die AIUT sich auf die Hochgebirgsrettung an den bis 4000m hohen Dolomiten-Bergen spezialisiert hat und mit einer EC135 operiert.
    Dazu haben wir in Köln, wo die größte Erhebung wohl der Drachenfels ist, null Ahnung von der Rettung im Gebirge.
    Am Sonntag, dem 27.8.06, starteten wir vom Hotel in Obereggen in Richtung St.Ulrich-Ortisei. Dort, recht unscheinbar in einem Industriegebiet gelegen, fanden wir die noch recht neue Hubschrauber-Station des AIUT.
    Gabriel, Pilot vom Dienst und mit über 6000h Flugstunden nicht unerfahren, empfing uns vor der Türe und führte uns dann zum Hubschrauber und anschließend durch die Station.

  • Zum Hubschrauber:
    Eingesetzt wird eine 2004 gekaufte EC135T2 mit einem Eigengewicht von nur 1800kg, laut Gabriel eine der leichtesten EC´s überhaupt und mit einer Turbinenleistung von 1630PS.
    In der Ausrüstung liegt der Schwerpunkt eindeutig in der Gebirgsrettung!
    Dazu trägt die EC auf beiden Seiten groß die Werbung der größten Sponsoren des AIUT , von der Raiffeisenbank und von Forst, der größten Brauerei Südtirols!
    Da auch wir Forst genossen haben, können wir den guten Geschmack der Crew nur bestätigen.
    Vieles was Sinn macht (Sponsoring) wäre aber in Deutschland undenkbar, oder könntet ihr euch einen RTH oder ITH mit Kölsch-Werbung vorstellen?
    Die EC135 ist sowohl mit einer 90m-Winde mit 230kg Nutzlast wie auch mit einen Doppellasthaken zur Fixtaurettung (bis 120m) ausgestattet.
    Eisgreifer unter den Kufen helfen bei Landungen im Winter.
    Die Crew besteht aus 4 Personen (Pilot,Windenmann,Bergretter und Notarzt) und ist sofort einsatzklar in der Station.
    Standardmäßig steht die EC ohne Trage vor der Station, ein selbst konstruierter Bergesack dient sowohl zur Rettung des Patienten mittels Winde wie auch zur sicheren Lagerung auf der integrierten Vakuummatratze im Hubschrauber. Dies spart Platz und Gewicht und hat für den Patienten keine Nachteile!
    Durch ein geniales System ist ein Wechsel von Bergesack zur Trage sekundenschnell möglich.
    Medizinisch entspricht die Ausstattung ungefähr unserem RTH.

  • Zur Station:
    Nachdem wir den Rundgang durch die 2003 eingeweihte Station beendet hatten und von Raffael, Bergretter seit 1969 und techn. Leiter der Station, zum frisch aufgebrühten Kaffee gebeten wurden, war uns allen klar: Würde es den Entwurf zur neuen Station Kalkberg in Köln nicht geben wäre dies die Lösung!
    Im EG des Rundbaus befindet sich der Hangar, der Einsatzraum und das Lager.
    Im OG befinden sich die Sozialräume für die Crew, der schöne Aufenthaltsraum mit Terrasse und Blick in die Berge. Alles schön und gemütlich in hellem Holz gehalten.
    Und auf dem Dach befindet sich noch ein zugelassener Nachtlandeplatz mit modernster Ausstattung.
    Der schöne Nachmittag endete mit einem Erfahrungsaustausch der Beteiligten!
    Wir konnten uns die Leistungen der Bergretter kaum vorstellen und Gabriel sowie Raffael konnten sich nicht vorstellen, dass man mit dem RTH zum Einsatz in ein Altenheim fliegt.
    Abschließend möchte ich mich bei Gabriel und Raffael für die Einblicke in die Hochgebirgs-Rettung bedanken und wünsche Ihnen many happy landings!
    Weitere Informationen unter www.aiut-alpin-dolomites.com, auch in Deutsch!

Autor: Holger Kummer (LTD-HCM-Christoph-Rheinland)
line